Ein Team werden

Loulou und Gandhi leben jetzt schon seid über viereinhalb Jahren zusammen und sind ein unschlagbares Team. Die zwei passen einfach. Und ich hoffe sehr, dass es noch viele weitere Jahre werden. Aber das war natürlich zu Beginn nicht einfach so da.

Loulou hat sich zwar riesig über den Hundebub gefreut und gleich mal eine Runde gespielt. Aber muss der nun wirklich hier bleiben? Nach ein paar Wochen, war es dann aber spätestens um die Madame geschehen und der Bub hatte die ganze Familie um die Pfote gewickelt.


Nichts erwarten und Zeit geben

Meine Erwartungen, als wir Gandhi zu uns holten, waren ehrlich gesagt nicht wirklich vorhanden. Dass die zwei sich verstehen, war eigentlich mein einziger Wunsch. Auch darüber, dass es für Loulou sicher schwierig werden würde, ihr Reich mit einem weiteren Vierbeiner zu teilen, war ich mir im Klaren.

Loulou hat es Gandhi in der ersten Zeit auch deutlich gesagt, dass sie das ganz und gar nicht möchte, wenn sie mit mir auf der Couch kuschelt und der Hundebub vorbeigeht. Die Spielzeuge hat sie relativ schnell geteilt. Alles braucht seine Zeit und heute, da wird zu dritt auf der Couch gekuschelt und Frauli kann sich unter zwei schlafenden Retrievern nur noch schwer bewegen. Aber das ist so ein schönes Gefühl.

Loulou ist hat in der Beziehung ganz klar die Hosen an und Gandhi akzeptiert seine Rolle gern. Bei so einer feschen und willensstarken Dame aber auch kein Wunder.

Zeit für jeden und klare Regeln am Anfang

Ganz wichtig, ist es, dass man sich gezielt die Zeit für jeden Hund nimmt und zu Beginn Strukturen schafft, wonach sich die Hunde richten können.

Wir haben die beiden zu Beginn strikt getrennt gefüttert. Gandhi hätte als ehemaliger Straßenhund sicher versucht, an Loulou`s Fressen zu kommen. Und Loulou sollte natürlich weiterhin die Gelegenheit haben in Ruhe zu essen. Am Anfang war die Tür geschlossen und dann konnten die beiden sich durch ein Gitter beobachten.

Loulou bekommt als erstes Leckerchen, dann Gandhi. Auch das war zu Beginn eine Regel, an die wir uns gehalten haben. Jetzt ist das eigentlich egal, denn sie kennen ihren Platz und „gönnen“ auch mal dem anderen ein Leckerie mehr.

Rückschläge können passieren

Es kann immer was unvorhergesehenes passieren, aber deswegen gleich aufgeben? Und meist ist es doch so, dass nicht der Hund etwas falsch gemacht hat, sondern der Mensch. Auch uns ist ein kleiner Fehler passiert.

Wir haben den beiden gleichzeitig (es war warm im Sommer) einen Eiswürfel zur Abkühlung gegeben. Weil der Bub beide wollte, hat er Loulou ins Ohr gezwickt. Es ist zum Glück nichts weiter passiert und sie hat es ihm auch sofort verziehen.

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Gelassenheit wird belohnt

Und heute habe ich ein tolles Team. Loulou und Gandhi. Zwei, die zusammengehören. Einen Joghurtbecher gemeinsam ausschlecken, aus einem Wassernapf trinken oder gemeinsam mit mir auf der Couch kuscheln. Und Küsschen gibt es auch hin und wieder und wehe einer bleibt beim Gassi mal etwas weiter zurück, dann muss natürlich sofort nachgeguckt werden.

Zeit ist wichtig, damit sich die Rollen verteilen können, die Hunde sich an das neue Zusammenleben gewöhnen können und dann steht einem zusammenwachsen als Team nichts mehr im Wege!

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