Wandern mit Hund

Ab auf den Berg! Wandern mit Hund kann wirklich schön sein. Aber ich finde, ein paar Dinge sollten dabei unbedingt beachtet werden. Hier geht es nicht vorrangig um einen Ratgeber fürs richtige Wandern mit Hund, sondern auch um unsere Erfahrungen und wie wir in den Bergen gut klar kommen.

Die beiden sind wirklich gern unterwegs, am liebsten über Stock und Stein und wenn es dann auch noch die ein oder andere Abkühlungsmöglichkeit gibt – perfekt!


Kondition

Jeder kennt seinen Hund am besten und so sollte man auch die Wandertouren planen. Und auch bei einem aktiven Hund, der Tagestouren problemlos mitmacht, sind Pausen sehr wichtig!

Für uns sind um die 500hm gut machbar, und die Pausen werden nicht in erster Linie wegen Loulou & Gandhi gemacht ;-). Und ausgiebig geschnüffelt werden muss natürlich auch! Übrigens sind die beiden lieber auf schmalen Waldwegen mit Wurzeln und Felsen unterwegs als auf „langweiligen“ breiten Wanderwegen. Ich kann verstehen!

Sicherung

Wir wandern ausschließlich mit Geschirr! Das finde ich auch wichtig. Denn das bietet einfach mehr Sicherheit als ein Halsband. Auch wenn man mal mit einem Sessellift fahren müsste, wäre für mich ein geeignetes Wander-Geschirr Pflicht. Dafür wären mir unsere normalen Brustgeschirre nicht sicher genug.

Aber für die Wege, die wir zurücklegen, kommen wir mit den normalen Brustgeschirren sehr gut zurecht. Das Geschirr ist aber auch nicht dauerhaft auf Zug, denn die beiden wandern großteils recht gemütlich in unserem Tempo mit. Auf schmalen Wegen bleibt Loulou auch auf Kommando hinter mir, was sehr hilfreich ist.

Wasser

Wir haben jetzt leider schon mehrmals negative Erfahrungen damit gemacht, wenn die beiden im Urlaub Leitungswasser bekommen. Auch das vermeintlich frische Wasser aus Gebirgsbächen kann verunreinigt sein. Wenn euer Vierbeiner einen empfindlichen Magen hat, kauft lieber stilles Mineralwasser im Supermarkt. Denn Durchfall & Übelkeit im Urlaub kann wirklich keiner gebrauchen.

Respekt

Respekt gegenüber der Natur und Respekt gegenüber den Tieren! Was zuhause gilt, sollte natürlich auch in den Bergen gelten. Gegenseitiger Respekt auch „Nicht-Hundemenschen“ gegenüber sollte einfach selbstverständlich sein. Was ich nicht verstehen kann ist, dass Hunde freilaufen dürfen, wenn extra Schilder vorhanden sind, die auf Leinenpflicht hinweisen. Auch ich möchte auf einem schmalen Weg keinem unangeleinten Hund entgegen kommen müssen.

Dann gibt es auf vielen Wanderwegen – vor allem in den Sommermonaten – häufig freilaufende Kühe. Und das kann unter Umständen sehr gefährlich werden. Wanderstöcke haben wir immer im Gepäck. Wir hatten in diesem Urlaub zweimal eine Kuhbegegnung. Das erste Mal lief es sehr gut. Die Kühe lagen in Ruhe auf einer Wiese und haben nur gekuckt. Alles völlig problemlos. Die beiden laufen in solchen Situationen immer nah im Fuss bei uns. Im Notfall bitte IMMER Leine ab, denn ein Hund ist im Normalfall schneller als eine Kuh.

Die zweite Begegnung war mit deutlich mehr Adrenalin verbunden. Allerdings war diese Herde vermutlich schon ein wenig von Touristen gestört worden. Die Tiere waren sehr aufdringlich und kamen auf einen zu – auch ohne Hund. Wenn man die Wanderstöcke hochhält, kann es helfen, dass die Tiere weggehen. Sie haben sich dann zum Glück etwas weiter bewegt und wir konnten mit viel Geduld unser Ziel erreichen. Aber lieber kehrt man dann um, als das etwas passiert.

Beim Kontakt mit Kühen, am besten folgende Punkte beachten!

  • Ruhig bleiben, langsam gehen, hektische Bewegungen vermeiden
  • Kein Kontakt mit den Kühen
  • großen Bogen um Herden mit Jungtieren!
  • Hunde an die Leine → Bei Gefahr sofort Leine ab!
  • Lärm vermeiden
  • Warnsignale: Senken des Kopfes, Scharren, Brüllen
  • Nicht von vorne nähern
  • den Tieren nicht den Rücken zukehren
  • am besten offene Weideflächen mit Hunden umgehen

 

 

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